Das Wichtigste auf einen Blick
- Möchten Sie Ihre Lead-Qualität analysieren und verbessern? Lassen Sie uns sprechen.
- Iteratives Testen 1.
- Ein MQL wird zum SQL (Sales Qualified Lead), wenn das Sales-Team einen konkreten Bedarf und eine Kaufabsicht bestätigt hat.
- MQL: Marketing sagt "Dieser Lead sieht vielversprechend aus" SQL: Sales sagt "Dieser Lead ist kaufbereit und hat Budget".
Inhaltsverzeichnis
Ein MQL wird zum SQL (Sales Qualified Lead), wenn das Sales-Team einen konkreten Bedarf und eine Kaufabsicht bestätigt hat. Dies geschieht typischerweise in einem Qualifizierungsgespräch.
Der entscheidende Unterschied
MQL: Marketing sagt "Dieser Lead sieht vielversprechend aus" SQL: Sales sagt "Dieser Lead ist kaufbereit und hat Budget"
Die Transformation von MQL zu SQL ist eine der kritischsten Phasen im gesamten Sales-Funnel.
Die SQL-Qualifizierungskriterien
Ein MQL wird zum SQL, wenn folgende Fragen positiv beantwortet werden:
1. BANT-Framework (klassisch)
B = Budget - Hat der Kontakt ein definiertes Budget für die Lösung? - In welcher Größenordnung?
A = Authority - Ist der Kontakt Entscheidungsträger? - Wenn nein: Wer entscheidet und haben wir Zugang?
N = Need - Gibt es ein konkretes, dringendes Problem? - Welche Auswirkungen hat das Problem auf das Business?
T = Timeline - Wann soll eine Lösung implementiert sein? - Gibt es einen festen Zeitrahmen?
2. MEDDIC-Framework (modern)
M = Metrics - Welche messbaren Ziele hat der Kunde? - Wie wird Erfolg definiert?
E = Economic Buyer - Wer hat Budget-Autorität? - Haben wir Zugang zu dieser Person?
D = Decision Criteria - Nach welchen Kriterien wird die Entscheidung getroffen? - Was sind KO-Kriterien?
D = Decision Process - Wie läuft der Entscheidungsprozess ab? - Welche Stakeholder sind involviert?
I = Identify Pain - Was ist der konkrete Schmerzpunkt? - Wie dringend ist die Lösung?
C = Champion - Gibt es einen internen Fürsprecher? - Kann diese Person uns unterstützen?
Der Qualifizierungs-Call
Hier passiert die MQL→SQL-Transformation:
Phase 1: Rapport Building (2-3 Min) Eisbrecher, Verbindung aufbauen, Agenda setzen
Phase 2: Discovery (10-15 Min) Die richtigen Fragen stellen:
Zur aktuellen Situation: - "Wie lösen Sie dieses Problem aktuell?" - "Was funktioniert gut, was nicht?"
Zum Schmerzpunkt: - "Was sind die größten Herausforderungen?" - "Welche Auswirkungen hat das Problem auf Ihr Business?"
Zur Dringlichkeit: - "Warum jetzt?" - "Was passiert, wenn Sie nichts ändern?"
Zum Budget: - "Haben Sie ein Budget für eine Lösung vorgesehen?" - "In welcher Größenordnung bewegen wir uns?"
Zum Entscheidungsprozess: - "Wer ist außer Ihnen noch an der Entscheidung beteiligt?" - "Wie läuft der typischen Beschaffungsprozess ab?"
Phase 3: Pitch (5 Min) Kurze, gezielte Darstellung, wie Ihre Lösung hilft
Phase 4: Next Steps (2-3 Min) - Demo vereinbaren ODER - Zurück zu Marketing (mehr Nurturing nötig) ODER - Disqualifizieren
Die SQL-Entscheidung
Nach dem Call muss der SDR/AE entscheiden:
✅ Promote to SQL **Kriterien erfüllt:** - Konkreter Bedarf vorhanden - Budget confirmed (oder realistisch) - Entscheider identifiziert - Timeline klar (<6 Monate) - Fit zur Zielgruppe
Nächster Schritt: Übergabe an Account Executive für Verkaufsgespräch/Demo
↻ Recycle to Marketing **Noch nicht bereit:** - Interesse vorhanden, aber kein Timing - Budget noch nicht freigegeben - Noch in Research-Phase
Nächster Schritt: Lead Nurturing fortsetzen
❌ Disqualify **Keine Passung:** - Falsches Segment - Kein Budget - Kein echter Bedarf - Competitor-Research
Nächster Schritt: Aus aktiver Pipeline entfernen
Häufige Probleme bei MQL→SQL
Problem 1: Zu schnelle Qualifizierung Sales stuft MQLs zu SQL hoch, ohne richtig zu qualifizieren – nur um die Zahlen zu schönen.
Folge: Niedrige SQL→Opportunity-Rate
Problem 2: Zu strikte Qualifizierung Sales lehnt gute MQLs ab, weil nicht ALLE Kriterien perfekt erfüllt sind.
Folge: Pipeline bleibt zu klein
Problem 3: Keine klaren Kriterien Jeder SDR qualifiziert nach eigenem Gutdünken.
Folge: Inkonsistente Qualität, keine Vergleichbarkeit
Problem 4: Fehlende Dokumentation Qualifizierungsergebnisse werden nicht im CRM dokumentiert.
Folge: Marketing lernt nicht, welche MQLs wirklich gut waren
Best Practices
1. Schriftliche SQL-Definition Dokumentieren Sie EXAKT, wann ein MQL zum SQL wird. Diese Definition muss von Marketing UND Sales abgestimmt sein.
2. Qualifizierungs-Checkliste Geben Sie Ihren SDRs eine Checkliste, die nach jedem Call ausgefüllt wird:
- [ ] Bedarf confirmed
- [ ] Budget-Range besprochen
- [ ] Entscheider identifiziert
- [ ] Timeline <6 Monate
- [ ] Next Steps agreed
3. Regelmäßige Reviews Marketing und Sales treffen sich wöchentlich, um MQL→SQL-Quality zu besprechen.
4. CRM-Automatisierung Sobald ein Lead zu SQL promoted wird, triggert das automatische Workflows: - Zuweisung an AE - E-Mail-Sequenz startet - Task erstellt: "Demo vorbereiten"
Metriken: Qualität messen
Wichtige KPIs:
1. MQL-to-SQL Conversion - **<15%:** Lead-Qualität ist schlecht - **25-40%:** Gesunde Rate - **>50%:** Entweder sehr gutes Marketing oder zu lasche SQL-Kriterien
2. SQL-to-Opportunity Conversion - **<40%:** SQL-Kriterien zu lasch - **50-70%:** Gut - **>80%:** Möglicherweise zu strenge Qualifizierung
3. Win-Rate - **<20%:** Pipeline mit schlechten Opportunities gefüllt - **25-35%:** Gesund - **>40%:** Sehr gute Qualifizierung (oder zu einfacher Markt)
4. Cost per SQL Wie viel kostet ein qualifizierter Lead?
Berechnung: Marketingbudget / Anzahl SQLs
Beispiel: Variante A: 500 Leads, 25 SQLs = €2000 per SQL Variante B: 100 Leads, 30 SQLs = €667 per SQL
Obwohl weniger Leads, ist Cost per SQL niedig!
5. Sales Cycle Length Hochqualifizierte Leads schließen schneller ab.
Benchmark: - Unqualifizierte Leads: 6+ Monate - Qualifizierte Leads: 2-4 Monate
Qualität vs. Quantität: Das richtige Mindset
Falsch: "Mehr Leads = Mehr Umsatz"
Richtig: "Bessere Leads = Mehr Umsatz bei niedrigern Kosten"
Balance finden
Warnung: Zu extreme Fokussierung auf Qualität kann auch problematisch sein:
- Zu hohe Hürden → Zu wenig Pipeline
- Zu enge Zielgruppe → Markt zu klein
Die Lösung: Iteratives Testen
- 1Start mit klarer Zielgruppe
- 2Leads generieren
- 3Conversion-Raten messen
- 4Bei niedrigern Conversion → Qualitätskriterien verschärfen
- 5Bei zu wenig Volumen → Leicht lockern
Fazit
Lead-Qualität schlägt Lead-Quantität – immer. 10 hochwertige SQLs bringen mehr Umsatz als 100 unqualifizierte MQLs. Fokussieren Sie sich auf Fit, Problem, Timing und Authority – nicht auf die reine Anzahl.
Möchten Sie Ihre Lead-Qualität analysieren und verbessern? Lassen Sie uns sprechen.
Weiterführende Artikel
Was ist ein Lead?
Ein Kontakt, der Interesse gezeigt hat, aber noch nicht qualifiziert ist. Verstehen Sie die Grundlage erfolgreicher Lead-Generierung.
Was bedeutet MQL (Marketing Qualified Lead)?
Ein Lead, der durch Marketing-Aktivitäten Interesse gezeigt hat und zur Zielgruppe passt. So identifizieren Sie echte MQLs.
Warum ist Lead-Qualität wichtiger als Quantität?
Weil 10 hochwertige SQLs effizienter sind als 100 unqualifizierte MQLs. So fokussieren Sie sich auf die richtigen Leads.
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